Melanie Trautmann, 31.03.2025
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Kleidung in guter Qualität kostet meist etwas mehr. Mit dem aktuellen Trend hin zu Nachhaltigkeit und Minimalismus wenden sich viele Verbraucher vom Fast-Fashion-Trend wieder ab und setzen hingegen auf gute Qualität, die lange hält. Dabei muss jedoch auf die richtige Aufbewahrung geachtet werden, denn sonst sehen schnell Motten und Muff Jacken und Hosen als neue Heimat an.
Für die tägliche Kleidung ist eine aufwändige Lagerung gar nicht notwendig und auch wenig sinnvoll. Ein Stuhl, eine Kleiderstange oder ein Butler sind gute Lösungen, um Kleidung durchlüften zu lassen. Das eignet sich vor allem für Hosen, Jacken oder Pullover und ähnliche Stücke, die nicht verschwitzt oder schmutzig sind. Hochwertige Stoffe verlangen oft eine besondere Pflege. Häufiges Waschen mit aggressiven Waschmitteln gehört nicht dazu.
Sind die Teile nicht verschmutzt, sondern brauchen nur eine kleine Frischekur, empfehlen sich smarte Dampfbügelstationen. Im Hängen oder Liegen werden Sakkos, Hosen und Kleider geglättet und erfrischt und sind sofort wieder einsatzfähig.
Die Deutschen lieben es ordentlich und praktisch im Kleiderschrank. Deshalb wird in vielen Haushalten zweimal im Jahr unsortiert. Die Sommerkleidung wird für ein paar Monate eingelagert und es kommt die Winterkleidung raus. Vor der Einlagerung sollte die Kleidung jedoch einmal gut gewaschen werden. Einige Verschmutzungen sind nicht sofort ersichtlich. Werden diese über Monate mit eingelagert, können sie den Textilien schaden. Flecken werden dunkler und können im Nachhinein nicht komplett entfernt werden.
Vor allem hochwertige Stoffe reagieren oft auf Temperaturen. Hohe Lichteinstrahlung und hohe Temperaturen können die Stoffe austrocknen, fest und brüchig machen. Deshalb ist eine der wichtigsten Regeln die kühle Lagerung in einem dunklen Raum. Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad sind für Kleidungsstücke gut. Es darf aber auch etwas kühler sein. Ein gut gelüfteter Keller oder dunkler kühler Raum, der rund 50 % Luftfeuchtigkeit besitzt, also nicht zu trocken und nicht zu feucht, sorgt für gute Lagerbedingungen.
Vakuumbeutel eignet sich sehr gut, um einem Mottenbefall vorzubeugen. Es gibt außerdem Pheromon-Fallen, mit denen die Kleider fressenden Motten einfach auf eine andere Fährte gelockt werden. Letztere eignet sich gut, um herauszufinden, wie stark ein Lagerplatz oder bereits gelagerte Kleidung von Motten befallen ist. Bei einem starken Mottenbefall muss man zu extremen Methoden greifen. Museen frieren in diesen Fällen Ausstellungsstücke für ein paar Wochen ein. Das kann man auch wunderbar zu Hause nachmachen.
Einige Kleidungsstücke sollten besser hängend gelagert werden. Obwohl ein Vakuumbeutel viel Platz spart, kann es hier doch zu unnötigen Knicken und Falten kommen. Elegante Kleider, die mit Perlen und anderen schweren Accessoires bestickt sind, sollten unbedingt liegend gelagert werden, um die Nähte nicht zu strapazieren. Eingeschlagenes Seidenpapier kann Falten und Druckstellen reduzieren. Jacken, Blusen und Blazer sollten nie auf den dünnen Drahtbügeln eingelagert werden. Diese sind zu dünn und erzeugen einen hohen Druck auf die Nähte im Schulterbereich, die zu hässlichen Ausbeulungen führen.
Kleidung richtig aufzubewahren ist kein Wunderwerk. Mit einigen wenigen Tipps bleibt die Kleidung frisch und unbeschadet, um in der nächsten Saison wieder getragen zu werden. Der kleine Aufwand und der extra Stauraum im Keller lohnen sich für die Einlagerung hochwertiger Kleidungsstücke, die bei guter Pflege oft viele Jahre ihren Charme versprühen.
Ihr Extraraum-Team
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